21. März 2012

Ideen-Overload

Okay, es ist mal wieder soweit.

Letztes Jahr wurde ich durch Fred Ink (der es wiederum von einem Freund hatte) auf die sogenannte "Indie-Revolution" aufmerksam gemacht. Der Spiegel schrieb über Amanda Hockings E-Book-Erfolg in den USA und plötzlich, nach ein paar sehr bedrückenden Monaten, ging bei mir das Inspirationslicht an.

Auf einmal gab es Möglichkeiten für meine Geschichten, doch noch Leser zu finden. Und zwar nicht nur für umsonst, sondern tatsächlich als "richtiges Buch"! Plötzlich zu wissen, dass man frei davon ist, einen Verlag von sich überzeugen und endlos lange auf Antworten warten zu müssen, war unglaublich. Ein Gefühl beinahe wie ein Rausch.

Ich hatte Glück, dass ich schon einige Geschichten auf der Festplatte liegen hatte. Ich brauchte sie nur aufpolieren, ein Cover zu basteln und mich wegen des Impressums und der richtigen Formatierung informieren. Alles kein Problem, im Vergleich zu oben genannten Hürden.

Nur wenig später veröffentlichte ich "Zigaretten" als E-Book, kurz darauf dann auch "Colette" und "Der Weihnachtsgast".

Aber damit hörte es nicht auf. Mit dem Frühling und dem Rausch der Freiheit kamen auch die halb ausgegorenen Story-Ideen aus ihren Löchern gekrochen, die ich schon halb verendet geglaubt hatte. Und nicht nur die, auch neue, vielversprechende Geistesblitze tauchten auf und trieben mich halb in den Autorenwahnsinn. Ich konnte nicht richtig schlafen, ich kam nicht zur Ruhe, teilweise war ich bis nach Mitternacht auf und habe wie wild Notizen geschrieben.

Das war 2011, und es war toll. Wie ein Karneval im Kopf - rasant, rauschend, bunt und schwindelerregend.

Vielleicht liegt es am Frühling, vielleicht will mir mein Kopf aber auch sagen, dass ich es endlich wieder richtig angehen soll, aber jetzt, ungefähr zu gleichen Zeit wie letztes Jahr, drehe ich wieder durch.

Ich kann nicht schlafen oder lange still sitzen (die Fahrigkeit ist wirklich furchtbar), ich bin zerstreut und kann doch nicht loslassen, wenn mich erst mal ein Gedanke richtig gepackt hat. Entspannung ist ein Fremdwort, da mein Kopf einfach nicht aufhören kann zu grübeln. Ich bin mir sicher, dass mein Hirn im Hintergrund irgendwelche mysteriösen Aufgaben ausführt, Inspirationspartikel verwertet, interessante Fakten, Namen und Eigenschaften von Leuten sammelt und irgendwann, wenn ich mich in einen halbluziden Zustand der Müdigkeit runtergewirtschaftet habe, eine fertige Story-Idee ausspuckt, die mir vorkommt wie eine Erleuchtung.

Es klingt ein bisschen verrückt, aber ich bin mir sicher, dass der eine oder andere von euch Schreiberlingen dieses Phänomen auch kennt. Und deshalb würde ich von euch gern wissen, wie viele Ideen ihr gerade jongliert. Ich brauche keine Storylines oder Charakternamen oder sonst etwas. Einfach nur die harten Fakten. Wie viele verschiedene Geschichten wollen als nächstes von euch geschrieben werden? Wie viele dieser kleinen Biester lassen euch nachts nicht schlafen?

Bei mir sind es 8, und je nach Tagesform hat ein anderes die Nase vorn :-)

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