8. Juli 2013

11 Fragen


Die Autorin Hannah Kaiser („Die Verführung des Mondes“, „Die Verlockung des Glücks“) hat mich angestupst und Fragen gepostet, die ein paar Kollegen und ich beantworten sollen. Und da auf meinem Blog leider schon sehr, sehr lange nichts mehr los war, nehme ich gerne an der Blogtour, bzw der Interview-Runde teil.

Hier könnt ihr ihren Blog-Post lesen: Hannah Kaisers Blog


Und das sind ihre 11 Fragen:


1. Welche Figur aus Deinen Bücher ist Deine Lieblingsfigur?

Das ist eine gemeine Frage, weil mir alle Figuren auf ihre eigene Art sehr lieb sind. Es gibt niemanden, den ich bevorzugen würde. Am ehesten würde ich das von meiner Tagesform abhängig machen! ;-)

2. Wenn Du eine Szene aus einem Deiner Bücher selbst miterleben dürftest, welche wäre das?

Nur eine? Noch so eine gemeine Frage! Ich würde so vieles gerne miterleben! Adrians und Michaels ersten Kuss in „Wintermelodie“ zum Beispiel, oder vielleicht Tom und Andys Begegnung mit dem Schurken der Geschichte in „Zigaretten“, oder aber eine Szene aus meinem gerade fertigen Buch, in der die Heldin Marlene einen romantischen Moment nach einem Date hat. 

3. Gehörst Du eher zu den „wilden Drauflosschreibern“ oder planst Du alles akribisch genau, bevor Du mit dem Schreiben beginnst?

Ein bisschen aus beidem, denke ich, vor allem bei Romanen. Üblicherweise habe ich eine sehr starke, drängende Idee für einen Anfang. Ich schreibe sie auf, bis mir quasi der Saft ausgeht, und danach kommen dann die einzelnen Ideenfetzen, die ich in Notizen festhalte und nach und nach zu einem Gesamtbild zusammenfüge und abarbeite. Das kann mal schnell gehen und mal Jahre dauern, das ist sehr unterschiedlich.

4. Schreibst Du lieber den Anfang oder den Ende eines Romans?

Definitiv den Anfang :-)

5. Was am Schreiben gefällt Dir am allerbesten? Und was gar nicht?

Mir gefällt es, Dinge zu tun und zu erleben, die ich im realen Leben nicht tun kann oder will. Wenn ich zum Beispiel von fernen Orten schreibe, ist die bildhafte Vorstellung das Allerbeste; man träumt sich regelrecht in die Geschichte und kann in Formen, Farben und Gerüche eintauchen.

Gar nicht gefällt mir, wenn ich nicht das ausdrücken kann, was ich mir vorstelle. Wenn es quasi keine Worte und clevere Umschreibungen für die Bilder in meinem Kopf gibt. Das ist manchmal wirklich frustrierend.

6. Was machst Du, wenn Du Dich nicht konzentrieren kannst?

Etwas anderes. Ich habe gemerkt, dass es nichts bringt in so einer Phase zu schreiben. Man hat am Ende mehr Arbeit damit, als wenn man einen Tag oder sogar nur ein paar Stunden gewartet hätte. Pausen sind wichtig, damit man die kreativen Batterien wieder aufladen kann, deshalb sehe ich das nicht so eng.

7. Gibt es eine Szene (oder mehrere) in einem Deiner Bücher, die Dich absolut zur Verzweiflung gebracht hat?

Man sollte das wahrscheinlich nicht zugeben, aber am Meisten machen mir Action-Szenen zu schaffen. Es passiert so viel auf einmal, man muss eventuell Gedanken, Gefühle und physische Empfindungen so rüberbringen, dass das Tempo der Szene nicht darunter leidet. Ich bewundere jeden Autor, der das kann!

8. Wie oft liest Du ein beendetes Manuskript selbst, bevor es jemand anderes zu lesen bekommt?

Gar nicht so häufig wie man meinen sollte, weil ich schon korrigiere, während ich schreibe. Wenn ein Buch beendet ist, lese ich es einmal komplett selbst und korrigiere bzw ändere alles, was ich an Stolperstellen finde, und danach geht es schon zu den Testlesern.

9. Sprichst Du mit anderen über den Inhalt eines Manuskripts, bevor es fertig ist?

Nur ungern. Ich habe festgestellt, dass ich meine Energie verliere, wenn ich jemandem alles erzähle. Wenn ich ein Problem habe, rede ich darüber, aber ich verrate nie komplett, worum es geht und was im Einzelnen passiert.

10. Dürfen andere Szenen aus einem noch unfertigen Manuskript von Dir lesen?

Na klar. C. M. Singer und ich tauschen regelmäßig Snippets aus und holen uns Rat, wenn etwas mal nicht rund werden will. Das ist großartig, weil es den Enthusiasmus für unsere Storys ankurbelt und wir uns gegenseitig anspornen können.

11. Bist Du selbst mit Deinen eigenen Büchern zufrieden?

Ist man je zufrieden? Ich kenne ehrlich gesagt keinen einzigen Autor, der vollkommen zufrieden mit seiner Arbeit ist. Irgendwelche Sachen entdeckt man im Nachhinein wahrscheinlich immer. Man würde sich auch verrückt machen, wenn man immer noch nacharbeiten würde, deshalb versuche ich das Schreiben als eine Reise zu betrachten. Der Weg ist das Ziel, und ich möchte nie aufhören zu erleben und zu lernen, damit ich meine Geschichten auf die bestmögliche Weise erzählen kann. 


Die 11 Fragen gebe ich gerne an meine lieben Kolleginnen C. M. Singer, E. M. Jungmann und Maria Engels weiter! :-)

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