18. Februar 2015

Schreibklausur Tag 6

Tag 6 meines Exils und allmählich spüre ich, dass es mich auslaugt. Trotzdem wird nicht gekniffen! Ich schaue mir meine Notizen an, entscheide, wo es als nächstes hingeht, und dann gebe ich wieder mein Bestes, um 2500 Wörter zu schaffen. Damit erreiche ich, wenn es gut läuft, heute für mich fast unglaubliche

124.593 Wörter.

Vielleicht hat der eine oder andere ja Lust, mich anzufeuern? Es ist so scheußlich draußen, dass ich jede Art von Zuspruch gerade gut gebrauchen könnte (gerne auch als Tritt in den Hintern). Besonders, da ich mich in einem der gefürchteten Dazwischen-Momente befinde und bloß keinen unnötigen Fülltext schreiben möchte ^_^

Ergebnis: Das erste Mal seit Beginn meiner Schreibwoche bin ich spektakulär abgestürzt. Ich habe es gerade einmal auf 122.233 Wörter geschafft, und das auch nur, weil ich hier und da ein bisschen korrigiert habe. Anscheinend hat mich das Geschehen in Blackwood Springs genauso runtergezogen wie meine armen Charaktere und ich brauchte eine kleine Auszeit, um mich zu sammeln. Ein entspannter Abend mit einem guten Film und viel Schlaf heute Nacht wird mir bestimmt dabei helfen, morgen wieder richtig loszulegen und Seth tatsächlich auf die Zielgerade zu schicken.

Um ehrlich zu sein, werde ich allmählich ein bisschen nervös. Was, wenn euch nicht gefällt? Was, wenn ihr mich für das, was in diesem Band passiert, sogar hasst? Natürlich schreibe ich die Geschichte nicht als Fanservice, aber ich weiß aus erster Hand, wie hart es ist, wenn einem Favoriten unschöne Dinge zustoßen. *schnüff*

Obwohl ich "gefailed" habe, was den Word-Count angeht, habe ich doch plotmäßig etwas rumgebastelt, und daher gibt es auch heute ein Häppchen, wenn auch ein Trauriges. Ich will ja der Tagesform entsprechen ;)




   „Du siehst ja wirklich nicht gut aus“, sagte Dave besorgt. „War die Beerdigung so schlimm?“
    „Nein. Die war okay.“ Seth, der schon seine Krawatte und die obersten drei Hemdknöpfe geöffnet hatte, öffnete noch einen vierten und sog gierig die kühle, frische Luft ein. Der Druck auf seiner Brust ließ etwas nach. „Das danach …“ Er schloss die Augen. „Ja.“

Kommentare:

  1. Du schaffst das, Süße! Denk immer an Seth, der braucht dich doch! :)

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  2. Oh je, das kenne ich... Irgendwann denkt man beim Schreiben "das will doch keiner lesen" oder "oh Himmel, wenn ich das mach, werfen sie mich auf den Scheiterhaufen". Ignorieren! Weiterschreiben! Wir brauchen Drama! Kill your darlings und deine Zweifel!

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